Familie Messerschmidt aus Brannenburg

Adoptivkinder mit Down Syndrom
Annemarie (68) und Gottfried (72) Messerschmidt aus dem oberbayerischen Brannenburg waren ihr ganzes Leben lang für anderere Menschen da. In den letzten 40 Jahren haben sie insgesamt fast 50 Pflegekinder kurzzeitig oder auch längerfristig bei sich aufgenommen. Zu vielen ihrer Schützlinge haben sie auch heute immer noch Kontakt.

Vor rund 20 Jahren haben die beiden dann zusätzlich zu ihren eigenen beiden Kindern zwei Adoptivsöhne angenommen. Matthias ist jetzt 23 und leidet unter Down Syndrom, das Sorgenkind der Familie ist aber der 19-jährige Simon, der schon als Säugling die Hölle durchmachen musste. Seine alkoholkranke Mutter schlug ihn schon im Mutterleib, auch er leidet unter Down-Syndrom. Seine leibliche Mutter war von Anfang an mit der Pflege überfordert, als Simon 14 Wochen alt ist geschieht das Unfassbare - seine Mutter wirft den Säugling im Vollrausch in einen Müllcontainer. Die Polizei findet das schwer verletzte Baby kurz darauf, Simon ist stark unterkühlt, beim Sturz in die Mülltonne hat er sich die Netzhaut eines Auges verletzt, und ist seitdem auf einem Auge blind.

Annemarie und Gottfried bekommen Simon vom Jugendamt als Pflegekind zugewiesen und entschließen sich ihn zu adoptieren. Seitdem kämpfen die beiden Rentner Tag für Tag darum, dem Jungen ein lebenswertes Leben zu ermöglichen. Simon ist autoaggressiv, er verletzt sich oft selber, und muss Tag und Nacht betreut werden. Seit nunmehr 19 Jahren leistet das Ehepaar diesen Kraftakt. Doch für ihren größten Wunsch fehlten der Familie die finanziellen Mittel. Annemarie und Gottfried wünschen sich ein sogenanntes Co-Pilot-Fahrrad, bei dem Simon sicher angeschnallt und bequem vorne sitzt und Papa oder Mama direkt hinter ihm.

Die Stiftung ANTENNE BAYERN hilft hat der Familie mit den Spenden der ANTENNE BAYERN Hörer diesen Wunsch erfüllen können - die Familie konnte das mehrere Tausend Euro teure Spezialfahrrad anschaffen. Seitdem ist der 19-jährige Simon regelrecht aufgeblüht, er ist ruhiger, verletzt sich nicht mehr so oft selber und genießt es, mit seinen Eltern ausgiebige Radtouren zu unternehmen.

zurück